Viele verbinden die Verwechslung von b und d mit der ersten Klasse. Doch auch ältere Schüler:innen – etwa in Klasse 4, 5 oder 6 – haben teilweise noch Schwierigkeiten, die beiden Buchstaben sicher zu unterscheiden.
Die sogenannte b-d-Verwechslung ist kein Zeichen von mangelnder Intelligenz oder fehlendem Fleiß. Sie hängt häufig mit visueller Wahrnehmung, Automatisierung und teilweise auch mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) zusammen.
Warum verwechseln ältere Kinder noch b und d?
Viele verbinden die Verwechslung von b und d mit der ersten Klasse. Doch auch ältere Schüler:innen – etwa in Klasse 4, 5 oder 6 – haben teilweise noch Schwierigkeiten, die beiden Buchstaben sicher zu unterscheiden.
Die sogenannte b-d-Verwechslung ist kein Zeichen von mangelnder Intelligenz oder fehlendem Fleiß. Sie hängt häufig mit visueller Wahrnehmung, Automatisierung und teilweise auch mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) zusammen.
Warum verwechseln ältere Kinder noch b und d?
Auch wenn der Schriftspracherwerb eigentlich abgeschlossen scheint, können folgende Faktoren eine Rolle spielen:
1. Unvollständig automatisierte Buchstabenformen
Manche Kinder haben die Buchstabenformen nie vollständig verinnerlicht. Unter Zeitdruck oder bei längeren Texten treten Unsicherheiten wieder auf.
2. Spiegelungsproblematik
b und d sind sogenannte „Spiegelbuchstaben“. Kinder, die generell zum Spiegeln von Buchstaben neigen, verwechseln häufig auch p/q oder andere ähnlich aufgebaute Zeichen.
3. Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS)
Bei LRS ist die Unterscheidung ähnlicher Buchstabenformen besonders herausfordernd, da visuelle, phonologische und motorische Prozesse zusammenspielen.
4. Fehlende gezielte Übungsphasen
Oft wird angenommen, dass sich die Problematik „auswächst“. Ohne gezielte Übungen bleibt sie jedoch bestehen.
Warum die b-d-Verwechslung in höheren Klassen problematisch ist
In höheren Klassen steigen die Anforderungen deutlich:
-
längere Texte
-
komplexere Aufgabenstellungen
-
schnelleres Arbeitstempo
-
schriftliche Leistungsnachweise
Unsicherheiten beim Unterscheiden von b und d führen dann nicht nur zu Rechtschreibfehlern, sondern oft auch zu Frustration und Unsicherheit.
Wie kann man ältere Schüler:innen gezielt unterstützen?
Wichtig ist: Förderung muss klar strukturiert und altersangemessen sein.
Bewusstes Wahrnehmen der Buchstabenform
Auch ältere Kinder profitieren von Übungen, bei denen sie Unterschiede gezielt erkennen und benennen.
Verknüpfung mit Merkhilfen
Einprägsame Merksprüche oder visuelle Anker helfen, die Buchstaben dauerhaft zu unterscheiden.
Wiederholung ohne Stigmatisierung
Die Übungen sollten sachlich und ruhig gestaltet sein – nicht „zu kindlich“, sondern klar und strukturiert.
Schrittweise Automatisierung
Vom Erkennen → zum Lesen → zum Schreiben → zur Anwendung im Text.
Geeignete Übungen für ältere Schüler:innen
Bei der Förderung hat sich bewährt:
-
gezielte Unterscheidungsübungen (b oder d?)
-
Wortlisten mit Fokus auf b/d
-
kurze Schreibaufgaben mit kontrollierter Anwendung
-
bewusste Selbstkontrolle
Wichtig ist dabei die Wiederholung über einen gewissen Zeitraum – nicht nur eine einzelne Übungsphase.
Fazit
Die b-d-Verwechslung bei älteren Schüler:innen ist kein seltenes Phänomen. Mit gezielter, strukturierter Förderung lässt sich die Unsicherheit deutlich reduzieren.
Gerade in Klasse 4–6 kann eine bewusste Nacharbeit entscheidend sein, damit Rechtschreibsicherheit und Selbstvertrauen gestärkt werden.
Passendes Material zur gezielten Förderung
Für die strukturierte Förderung der Buchstabenunterscheidung b und d findest du hier passende Übungen:
Übungen zu b oder d – Lernmaterial zum sicheren Unterscheiden der Buchstaben
Neben der b-d-Verwechslung treten häufig auch Unsicherheiten bei ie und ei auf – gezielte Übungen helfen, beide Bereiche systematisch zu festigen.
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